Die nahe Zukunft des deutschen Futsal-Sports

Während der deutsche Futsal-Sport in einigen wenigen Regionen weiterhin wächst, scheint er im Großteil des Landes weiterhin zu stagnieren oder immer noch nicht zu existieren.  Selbst Landesverbände mit längerer Futsal-Tradition sind froh, wenn die Zahl neuer Vereine wenigstens die Zahl ausscheidender Mannschaften ausgleicht. Einige Landesverbände haben immerhin mit regelmäßigen Auswahl- und Sichtungseinheiten begonnen – eine Nationalmannschaft scheint jedoch weiterhin in Ferne. Nicht grundlos erhebt sich in den letzten Monaten die Kritik an den bestehenden Strukturen und dem DFB als verantwortlichem Dachverband. Neben der Reformation bestehender DFB-Strukturen wird vor allem die Gründung eines eigenen Verbandes verstärkt diskutiert, welcher den Wachstumsimpuls der letzten 3 Jahre eventuell effektiver nutzen und auf „Nicht-Futsal-Regionen“ ausweiten könnte. Als Beispiel werden dabei Futsal-Strukturen erfolgreicher Futsal-Nationen angeführt, wobei besonders der Erfolg des spanischen Futsal-Verbandes (LNFS) hervorgehoben wird. Ein eindeutiges Pro- und Contra ist  in dieser Frage kaum möglich. Jedoch möchte ich gerne meine Sicht zur aktuellen Situation, den Besonderheiten des deutschen Systems, Vor- und Nachteile der bestehenden Eingliederung in DFB-Strukturen sowie Potenziale und Limitationen  einer „Ausgliederung“ mit Euch teilen. Da dieses Thema jedoch facettenreich ist, wäre eine gesamtheitliche und strukturierte Abhandlung passend, jedoch hier wohl fehlplatziert. Daher nähere ich mich der Problematik über ein „fiktives“ Interview.

1. Wie ist der Futsal-Sport aktuell in Deutschland organisiert?

Der Futsal-Sport ist aktuell als Breitensport im Rahmen des deutschen Fußballbundes verankert (DFB). Die Landesfußballverbände regeln hierbei den Spielbetrieb. Die Organisationskosten der Ligawettbewerbe tragen die Landesverbände. Es gibt bereits gesonderte Futsal-Spielpässe, jedoch noch keine eigene Futsal-Spielordnung. Alle Futsal-Ligen basieren daher auf der Fußballspielordnung, bieten jedoch teilweise gesonderte Durchführungsbestimmungen. Neben dem Futsal-Sport organisiert der DFB bzw. die Landesverbände im Winter auch Hallenfußballturniere für Fußballer nach dem„deutschem Modell“ (Hallenbälle, größere Tore, teils mit Bande, kein Time-stop…). Das Melderecht für eine deutsche Futsal-Nationalmannschaft liegt beim DFB. Aufgrund der geringen Anzahl von ca. 120 organisierter Mannschaften (teils eigene Futsal-Vereine, teil als Abteilungen in Mehrspartenvereinen) und der Tatsache, dass nur in Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und der Regionalliga Nord-Ost regelmäßiger Spielbetrieb existiert, ist es noch zu keiner Bildung einer Bundesliga oder Futsal-Nationalmannschaft gekommen. Die größten Events sind der DFB-Futsal-Cup und das Ländervergleichsturnier, welche finanziell vom DFB getragen werden. Der Sieger des Futsal-Cups erhält zudem eine Teilentschädigung für die durch die Teilnahme am UEFA-Futsal-Cup entstehenden Unkosten (ca. 7.000 € – 10.000 € je Runde, abhängig von Spielort und Reisekosten). Alle weiteren Kosten eines Spieltages (Anfahrt, Schiedsrichter, Material, Hallenmiete) tragen die Vereine. Vereinzelt stellt der DFB jedoch Ball- und Materialkontingente zur Verfügung.

2. Welche Vorteile bietet die Schirmherrschaft eines Großverbandes wie dem DFB?

Aufgrund der langen Tradition, großen Mitgliederzahl und funktionierenden Untergliederung in Landes- und Kreisverbände, bietet der DFB zahlreiche Vorteile für eine Wachstumssportart wie Futsal (ich weigere mich von Trendsportart sprechen, da ein Trend nur temporär ist). Beginnend bei der Ligaorganisation, kann auf bestehende Infrastrukturen zurückgegriffen werden, welche nicht erst installiert (Zeit und Kosten) werden müssen: Satzungen, Spielordnungen, Schiedsgerichte, Onlineportale, Passysteme, Sportanlage, Trainer-Ausbildungsstruktur sowie Kontakte zur Wirtschaft. Vor allem aber gibt es zahlreiche Festangestellte und freiwillige Mitarbeiter, welche den Spielbetrieb und die Entwicklung nachhaltig organisieren und langfristig stabilisieren. Des Weiteren kann bei bestimmten Großprojekten wie dem DFB-Futsal-Cup und der Nationalmannschaft auf finanzielle Unterstützung gehofft werden. Geld umzuschalten ist grundsätzlich leichter als neu zu generieren. Auch die Ausstrahlungskraft und Glaubwürdigkeit gegenüber Dritten (FIFA, UEFA, andere Verbände, Behörden, lokale Sportverbände, Sponsoren…) ist bei einem derartig angesehenem Verband unbezahlbar. Die Integrität der Mitarbeiter ist gegeben, da Festangestellte oftmals keinem bestimmten Verein „zugeordnet“ werden und Korruptionsmöglichkeiten daher verringert werden. Die langjährige Erfahrung mit Sportvermarktung und Freiwilligenarbeit ist ebenfalls kostbar. Mit Blick auf eine Nationalmannschaft kann der DFB aufgrund bestehender Ausrüsterverträge und internationaler Netzwerke sehr viel kostengünstiger Ausstattung und die Reiseorganisation realisieren. Die funktionierende Untergliederung in Dachverband, Landes- und Kreisverbände ist ebenfalls eine Stärke, da die regionale Organisation zielführender und schneller umgesetzt werden kann.

3. Welche Kritiken bestehen hinsichtlich der aktuellen Situation?

Ungeachtet der in Punkt 2 erwähnten Vorteile, gilt die Kritik vor allem der nicht nachhaltigen und offensichtlichen Förderung eines flächendeckenden Futsal-Spielbetriebes. Von Kritikern wird den Verantwortlichen beim DFB und den Landesverbänden immer wieder vorgeworfen, die Förderung des Futsal-Sports bewusst zu verzögern und nicht mit vollem Einsatzwillen das Wachstum zu unterstützen, um kein internes „Konkurrenzprodukt“ zum Fußball zu schaffen. Auch wird die bisherige Zurückhaltung für eine Nationalmannschaft als Signal für fehlendes Interesse genannt. Des Weiteren würde der DFB und die Landesverbände von seinen vorhandenen Ressourcen nur wenig für Futsal-Clubs und die Futsal-Strukturentwicklung einsetzen.

4. Ist das Verhalten des DFB nachvollziehbar?

Versetzen wir uns einmal in die die Lage des DFB und der Landesverbände. Mit ca. 2000 Mitgliedern befindet sich der deutsche Futsal auf einer Ebene mit Sportarten wie Wasserski oder Eisschnellauf. Verbände die deutlich größer sind (Zahlen von 2011): Dart (10.000), Rasenkraftsport (9.000), Boccia (17.000), Minigolf (10.000). Nur zwei Sportarten haben weniger: Curling und Skibob. Unter Beachtung dieser sehr geringen Futsal-Enthusiasten im Vergleich zu 6,8 Millionen Fußballmitgliedern erscheint es nachvollziehbar, dass der Futsal aktuell einen untergeordneten Stellenwert in der deutschen Sportlandschaft einnimmt. Nun wird jedoch verlangt, dass der DFB für gerade einmal 120 Futsal-Clubs eine funktionierende Liga in jedem Bundesland forciert. Da in einigen Regionen überhaupt kein Verein existiert, hat sich der DFB zu Recht gefragt, wie alleine per finanziellen Investitionen ein derartig flächendeckendes und nachhaltiges Netz von Futsal-Clubs gebildet werden soll.  Es wurde sich daher verständlicherweise für ein langsames Wachstum von unten nach oben entschieden. Wenn sich eine kritische Masse von Vereine zum Spielbetrieb finden, wird für diese durch die Landesverbände ein Spielbetrieb organisiert. Aufgrund der wachsenden Begeisterung der letzten Jahre, hat sich der DFB sogar zur Organisation des Landesauswahlturnieres entschieden (Kosten ca. 30.000 €). Dies war ein weiterer Schritt aufgrund des wachsenden Interesses – ein für mich grandioses Signal an die Unterstützung des Futsal-Sportes.

Eine Bundesliga? Warum sollte der DFB aktuell Ressourcen für eine Futsal-Bundesliga bereitstellen, um damit andere Fußballprojekte zu vernachlässigen? Flächendeckend ist eine Bundesliga nur unter hohem finanziellem Aufwand möglich. Außerdem liegen die durchschnittlichen Zuschauquoten weiterhin deutlich unter dem Niveau von Kreisliga-Fußball-Begegnungen. Ich bin mir sicher, sobald jeder Landesverband über eine Futsal-Liga verfügt, werden entsprechende Ressourcen bereitgestellt.

Letztes großes Streitthema: Nationalmannschaft. Aus DFB-Sicht folgendes Problem: die Nominierung wäre eine leichte Sache – jedoch wozu? Um 2000 Futsal Mitglieder zu befriedigen? Auf dem Spiel steht die gesamte Reputation des DFB und damit der anderen 6.8 Mio. Fußballmitglieder. Dieser Fall ist ähnlich dem Burger King Skandal aus dem letzten Jahr: Schlechte Reputation einer kleinen Anzahl von Restaurants haben Einfluss auf die Reputation aller. Da der DFB international als Spitzenfußballverband agiert, kann er auch nur dann eine Mannschaft stellen, wenn diese wenigstens annähernd international mithalten könnte. Auch wenn die Studenten-Nationalmannschaft ein tolles Ergebnis in Málaga einfahren konnte, war der Abstand zur Weltspitze mehr als deutlich. Der Ruf der Futsaler welche 8:0 gegen Spanien verlieren, würde in jedem Fall zu einigen Lachern auf internationaler Ebene führen. Kurz gesagt: Aktuell hat der DFB zu viel zu verlieren. Gerechtfertigter weise wird der DFB erst wenn flächendeckender Spielbetrieb installiert, genügend Spieler mit deutschem Pass vorhanden und deutsche Vereine auf internationalem Niveau mithalten können,  eine Nationalmannschaft finanzieren und unterstützen.

5. Wie ist das System im „Weltmeisterverband“ Spanien organisiert?

Spanien wird immer als bestes Beispiel für eine Förderung von „oben nach unten“ als Gegenbeispiel zum deutschen Modell gesehen. In den frühen 1980er Jahren spaltete sich ein eigener Futsal-Verband vom spanischen Fußballverband ab. Als erstes folgte jedoch ein großer Rechtsstreit um die internationalen Spielrechte, welche den spanischen Futsal 6 Jahre kostete. In diesen Jahren bis 1989 war die Gründung eines eigenen Verbandes eher dem Wachstum hinderlich. 1989 gab es einen Wechsel an der Spitze und man gründete die spanische Futsalliga. Mit Hilfe von zahlreichen Sponsoren wurde eine professionelle Liga auf die Beine gestellt. Jedoch kann diese Liga bzw. Verband nur zwei professionelle Ligen tragen. Daher  sind alle Breitensportwettbewerbe (welche das Rückgrat des spanischen Futsals sind) durch den spanischen Fußball organisiert. Auch die Futsal-Nationalmannschaft wird aufgrund der hohen Kosten weiterhin durch den spanischen Fußballverband organisiert. Aufgrund der reinen auf Sponsoren basierenden Ligen 1 &2 gibt es im spanischen Futsal jedoch zahlreichreiche Insolvenzfälle in den letzten Jahren, da mit dem Ausstieg eines Sponsors der ganze Verein fällt. Die Liga-Struktur ist daher mehr als instabil, ähnlich der deutschen Volleyballlandschaft. Die Ausgründung eines eigenen Futsal-Verbandes hat somit durchaus dem professionellen Futsal zum Durchbruch geholfen – ohne den spanischen Fußballverband (und damit die Breitensportligen und Nationalmannschaft) würde dieses System jedoch nicht langfristig bestehen.

6. Sind die deutschen Rahmenbedingungen mit denen in Spanien oder andern Top-Futsal-Nationen vergleichbar?

Um dies vornewegzunehmen: NEIN! Deutschland ist ein äußerst spezieller Fall, weshalb dem deutschen Futsal nur eine „deutsche Lösung“ helfen kann, um die spezifischen Eigenheiten des heimischen Fußball- und Futsal-Marktes zu erkennen und zu nutzen. Zum einen ist der DFB mit Abstand der mitgliederstärkste Fußballverband (6.8 Millionen) weltweit. Damit übersteigen die finanziellen Ressourcen deutlich die Möglichkeiten der Fußball-Verbände aus Spanien, Italien, Brasilien oder Portugal. Der Verband könnte das Wachstum des Futsal-Sportes daher stärker unterstützen als der spanischen Fußballverband in den 1980er Jahren.

Des Weiteren: Deutschlands Futsal-Historie beginnt ca. 2002. Auf spanischen Straßen spielte man schon lange vor 1980 Futsal. Zur Zeit der Gründung der spanischen Futsal-Liga hatte Futsal daher einen weitaus größeren Stellenwert in der Gesellschaft als bei uns aktuell. Daher konnten finanzstarke Sponsoren  für eine Ligafinanzierung akquiriert werden.

Im Gegensatz zu allen anderen Futsal-Nationen kommt ein weiteres deutsches „Spezifikum“ hinzu: es gibt es mit dem deutschen Hallenfußball ein Konkurrenzprodukt zum Futsal-Sport. Genau diese Variante hat mehr Unterstützer als die Futsal-Szene aktuell. Fans dieses traditionellen Hallenfußballs sehen sich angegriffen. Außenstehende können daher noch nicht richtig verstehen wo der Unterschied zum Futsal liegt. Hallenfußball gibt es nur im Winter – warum, denken sich einige Sponsoren, sollte ich eine „Wintervariante“ fördern? Diese Konkurrenzsituation erschwert die Positionierung und damit die Vermarktung des Futsal-Sportes deutlich.

Ferner hat Deutschland die höchste Dichte an Hallensportarten weltweit, welche alle in Konkurrenz um die vorhandenen Sportstätten stehen. Das Wachstum ist daher lokal gehemmt. 2-3 Futsal-Vereine in einer durchschnittlichen Stadt von 200.000 Einwohnern sind nahezu unmöglich.

Alle diese besonderen Situationen müssen bei der zukünftigen Planung der deutschen Futsal-Landschaft berücksichtigt werden. Daher kann sich kaum an den Entwicklungen anderer Futsal-Nationen orientiert werden. Wir brauchen einen „deutschen Futsal-Weg“.

7. Welche Vor- und Nachteile würde eine Verbandsausgliederung bringen?

Zum Verständnis: Ein Verband ist eine Art Dachverein, dessen Mitglieder juristische Personen (in unserem Fall Vereine) sind.

Ohne Zweifel würde die Organisation eines eigenen Verbandes vor allem eins bringen: Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit. So könnten Futsal-Spezifische Organisationselemente wie Spielordnung, Ligaorganisation und Bundesliga schnell und direkt umgesetzt werden. Eine Futsal-Nationalmannschaft wäre schnell gestellt. Zudem können Sponsoren direkter und gezielter gesucht und motiviert werden. Ein eigener Futsal-Verband könnte als nicht-olympisches Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DSOB) bestimmte Förderprojekte beantragen. Außerdem wäre die Abgrenzung zum Fußball deutlicher. Der DFB wiederum hätte kein Konfliktpotenzial mit bestehenden Verfechtern und Strukturen des deutschen Hallenfußballsystems und wäre die “Last“ des Futsals los.

Die Seite der Nachteile beginnt ebenfalls mit der Organisation. Eine flexible Organisationsstruktur ist wünschenswert jedoch primär eins: teuer. Zum einen müssen regelmäßig Vorstände und ausführende Mitglieder gefunden werden. Diese müssten an der Spitze bestenfalls min. 3-5 Jahre zur Verfügung stehen, um effektiver und effizienter zu arbeiten. Außerdem sind lokale Freiwillige für die Organisation der Landesligen notwendig. Diese Freiwilligen müssten, um eine externe Glaubwürdigkeit zu erhalten, unabhängig sein. Leider sind alle Futsaler in Deutschland max. 45 Jahre alt und alle aktiv. Die Führung eines Futsal-Verbandes würde daher in jedem Fall zu nah am „Tagesgeschäft“ des Heimatvereins sein. Bei kritischen Maßnahmen würde immer im Raum stehen „Die machen sowieso nur was gut für Ihre Heimatregion ist“. Die Integrität wäre damit gefährdet und die Handlungsspielräume eingeschränkt.

Des Weiteren ist zu hinterfragen wie eine Ligaorganisation und Prämien (UEFA-Cup Qualifikation, Länderpokal) finanziert werden sollen. Bei bspw. 15.000 Euro für den Sieger des DFB-Futsal-Cups (Unkosten für zwei Runden im UEFA-Futsal-Cup) und den 30.000 € für den Länderpokal (45.000 €) wären bei 120 Vereinen rein über jährliche Mitgliedsbeiträge 375€ je Club fällig. Ob Sponsoren diese Gelder sowie weitere Ligaorganisationskosten (Schiedsrichterausbildungen, Unkosten, Onlineportale, Reisen…) abdecken können ist ungewiss.

Nächster kritischer Punkt: Nationalmannschaft. Zuerst müsste ein Futsal-Verband die Melderechte für die UEFA- und FIFA-Wettbewerbe vom DFB erwerben. Sollte dies gelingen (in Spanien eskalierte dies in einem jahrelangen Rechtsstreit), steht immer noch die Frage nach der Finanzierung: Auswahltrainings, Fahrtkosten, Hotelkosten, Trainingslager. Bereits an diesem Punkt sehe ich eine Finanzierung über Mitgliedergelder und Sponsoren auf 10 Jahre als nicht realisierbar an.

Weiterer Schwachpunkt: der Schiedsrichterpool. Über den DFB kann auf ein großes Kontingent von Fußballschiedsrichtern zurückgegriffen werden. Ein eigener Verband müsste sich hier neue Ausbildungs- und Rekrutierungssysteme erdenken.

Außerhalb der personellen und finanziellen Engpässe sehe ich das größte Problem in der Spaltung der Futsal-Szene. Einer Ausgründung würden nicht alle Vereine folgen. Daraus würden sich parallele Wettbewerbe ergeben. Das dies langfristig problematisch ist kann anhand des Drachenbootsportes verdeutlich werden: vor 15 Jahren ebenfalls als neue Sportart gehandelt, spaltete man sich vom Kanuverband ab. Es wurden parallele Meisterschaften ausgespielt, was das Zuschauer- und Sponsoreninteresse spaltete. Nach einigen Jahren versuchte man sich an einer gemeinsamen Ausrichtung an einer deutschen Meisterschaft, welche in einem Kompetenzstreit endete. Eine Abspaltung des Futsal-Sportes vom DFB könnte daher zu einer deutlichen Schwächung des Futsal-Interesses führen. Die Ausgründung eines eigenen Futsal-Verbandes halte ich in den nächsten 5-10 Jahren daher weder für realisierbar noch vereinbar mit dem Ziel, den deutschen Futsal nachhaltig zu etablieren.

8. Welche Alternativen zur Verbesserung der Organisation im bestehenden System sind denkbar?

Um das Wachstum des deutschen Futsal-Sportes zu stärken, sollte am DFB festgehalten werden. Der DFB wiederum könnte vor allem nicht direkte finanzielle Hilfe für neue Vereine und bestehende Clubs ausbauen. Vorstellbar sind Weiterbildungen zur Club- und Abteilungsführung, Trainerseminare, Bereitstellung von Informationsmaterialien zur „Gründung einer Futsal-Abteilung“ und ein verbesserte Vernetzung zwischen Vereinen und Landesverantwortlichen.

Bezüglich Letzerem wäre die Einführung einer Futsal-Task-Force auf den Landes- und Bundesebene wünschenswert. Diese könnte aus Futsal-Aktiven und den Landes- und Bundesverantwortliche bestehen. Bedeutsam wären regelmäßige (min. halbjährliche) Versammlungen. Dies würde helfen, Probleme und Ideen aus den Ländern schneller in die Bundesebene einzubringen und von der Bundesebene schneller Umsetzungen in den Landesverbänden durchzusetzen.

Ferner sollten bestehende Regelungen an die Erfordernisse einer Wachstumssportart angepasst werden. Ein Beispiel: die Möglichkeit zu jeder Zeit in die unterste Futsal-Liga des Verbandes einzusteigen. Manche Interessierte Gruppen überdenken im September vielleicht die Gründung einer Futsal-Mannschaft, verwerfen die Pläne aber wieder, da der Ligaeintritt erst ein Jahr später möglich ist. Hier sollte der DFB mehr auf notwendige „Wachstumsstrukturen“ eingehen.

Futsal sollte zudem nicht der Ersatz für den „deutschen Hallenfußball“ sein. Deutsche Hallenturniere als Überbrückung der Winterpause für Fußballer sollten weiterhin nach dem alten Modus spielbar sein. Ein „Futsal-Zwang“ baut nur weitere Vorurteile auf. Der Wechsel von qualitativ hochwertigen Fußballern aus Landes-, Ober- oder Regionalliga in den Futsal-Sport wird sicherlich nicht durch einen Futsal-Zwang in der Winterpause bestärkt. Dies ist lediglich eine Frage der alternativen Entlohnung. Viele Landes-, Oberliga- und Regionalligaspieler lieben den Futsal – ein Wechsel ist jedoch mit einem nahezu 100% Lohnverzicht verbunden. Solange sich die Alternativlöhne (wenn überhaupt) im Futsal auf Kreisklasseniveau befinden, sind Winter-Futsal-Turniere für Fußballer nicht zielführend.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Gründung eines Futsal-Verbandes, jedoch unter Schirmherrschaft des DFB. Dies würde vor allem die Abgrenzung  zum Fußball hervorheben, die Transparenz für potenzielle Spieler und Vereinsgründer ebnen und Verhandlungen mit Sponsoren eventuell vereinfachen.

9. Was kann die Futsal-Community zum Wachstum beitragen?

Die bestehende Futsal-Community hat eine zentrale Aufgabe: Ihr Wissen um Technik, Taktik und Vereins/Abteilungsführung an neue Vereine weiterzugeben. Je schneller neuer Vereine sich dem Durchschnittsniveau annähern, desto attraktiver werden die Ligen. Zudem müssen mehr neue Vereine/Abteilungen gegründet werden. Motiviert Freunde aus anderen Städten eine Abteilung aufzubauen und helft mit Trainingsbesuchen, Gründungsratsschlägen und dem Austausch von Kontakten. Nur über den Weg der flächendeckenden Ausbreitung wird der Futsal-Sport wachsen und damit die Kosten der Ligaorganisation je Club sinken. Nur wenn die kritische Masse von Vereinen erreicht ist, wird eine Bundesliga und Nationalmannschaft nachhaltig Bestand haben. Mit derzeit 120 Clubs sind wir leider weit von derartigen Zielen entfernt. Daher: Gründungsmotivation – Gründungshilfe – Wissensaustausch.

10. Welche Hindernisse sind in den nächsten Jahren zu erwarten?

Größter Feind ist die Stagnation. Bereits in einigen Teilen Deutschlands lösen sich erfolglose Teams auf. Neue Abteilungen sind schwierig zu installieren. Die Stagnation könnte auch erfolgreiche Vereine „infizieren“, welche keine  Zukunft und Wachstum sehen uns sich ebenfalls abmelden.

Weiteres Problem ist ein zu schnelles Wachstum: Bundesliga, Nationalmannschaft innerhalb der nächsten 2 Jahre? Sehr viele Futsal-Enthusiasten erhoffen sich zu viel und sind dann schnell enttäuscht – Geduld ist geboten!  Auch wenn alles durch eine Hauruck-Aktion möglich ist, könnte durch ein Scheitern der Imageschaden so enorm sein, dass viele Spieler sich vom Sport abwenden und weitere Clubs sterben.

Auch kritisch: die steigende Konzentration auf wenige Clubs. Wettbewerb belebt im Sport das Geschäft. In einigen Teilen lösen sich Mannschaften auf, da die Spieler zu erfolgreichen Vereinen wechseln, welche eine dritte oder vierte Mannschaft stellen. Für einen langfristig erfolgreichen Wettbewerb in den Ligen wäre dies ein Todesurteil. Konkurrenz zwischen Vereinen sollte daher nur auf dem Spielfeld stattfinden.

Weiterhin könnten notwendige Reformen wie Spielordnung und funktionierende Ligen nicht schnell genug in allen Landesverbänden implementiert und das Wachstum gehemmt werden.

Sehr problematisch wäre zudem der unter 8. geschilderte Fall einer Teilung der Futsal-Landschaft in DFB und einen Futsal-Verband. Diese diametrale Situation würde einer nationalen Futsal-Basis (Breitensport, Futsal-Ausbildung) schaden, auch wenn es gelingt eine organisierte Bundesliga ins Leben zu rufen. Eine Bundesliga kann nicht ohne Nachschub von unten nachhaltig existieren.

11.Wo sollte der deutsche Futsal (organisatorisch) in 5 Jahren stehen?

Sicherlich wünsche ich mir auch, und Mister Futsal ebenfalls, gleich morgen eine Bundesliga, DFB-Futsal-Pokal und eine Nationalmannschaft. Jedoch sehe ich überzogenen Aktionismus und realitätsferne Wünsche nicht gerne. Der Futsal-Sport braucht primär ein gleichmäßiges Wachstum. Realistisch gesehen, sollte bei entsprechenden Umsetzungen der Punkte  1-10 in 5 Jahren in min. 10 Landesverbänden eine organisierte Liga vorhanden sein. Insgesamt ist mit 300-500 Mannschaftenn zu rechnen, in welchen bis zu 5000 Mitglieder organisiert sind. Das Niveau wird deutlich ansteigen, da die erste Generation von Futsal-Spielern die erste flächendeckende Trainergeneration bildet.  Eine Nationalmannschaft sollte erst  2017/2018 angedacht werden. An einer Bundesliga sollte sich noch nicht versucht werden – ein Scheitern wäre fatal (siehe Eishockey Europa-League). Futsal sollte beim DFB bis 2018  aus dem Bereich „Breitensport“ herausgelöst werden. Als wichtigstes Event (für ein Wachstum des Futsal-Sportes) muss das Ländervergleichsturnier mehr Aufmerksamkeit und Förderrung erhalten.

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11 Kommentare

  1. Danke für den interessanten und super recherchierten Beitrag! Denke der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Futsalszene ist ein Hauptproblem für die DFB Wahrnehmung als Blockierer: Bei so wenigen Aktiven gehen die vielen (guten) Wünsche der Szene leider an der Realität der Situation vorbei. Insbesondere die Anzahl der aktiven Spieler / Vereine muss gestärkt werden, bevor Bundesliga/Nationalmannschaft ein Thema werden kann.

    Dennoch denke ich, dass gerade die Vermarktung der attraktiveren Wettbewerbe (ich denke da an den DFB-Futsal-Cup und den UEFA-Futsal-Cup mit dt.Beteiligung) verbessert werden kann. Gerade über ersteren müsste man auch in der Sportschau was erfahren. Da könnte der DFB seinen EInfluss mehr geltend machen bzw. das bestehende Produkt besser bewerben. Die Holzpfosten haben es auch hinbekommen, dass der WDR überraschend viel berichtet hat.

    Auch eine Zusammenarbeit mit den Nischensportsendern scheint mir attraktiv: Wenn Sport1 Alt-Herren-Hallenfußballturniere live sendet, könnte das als einmaliges Event ähnlich mit Futsal funktionieren. Vielleicht kann Bernd Krauss als Pate da was mit prominenten Ex-Fußballprofis hinkriegen 😀 Hab mal gelesen, dass sowas in Frankreich sehr erfolgreich die Anzahl der Aktiven gestärkt hat.

    Interessant wäre es auch mal zu erfahren, wie hoch die Einschaltsquote von Eurosport während der WMs bzw. EMs immer ist. Hab während des Turniers auf jeden Fall einen Anstieg des Interesses hier wahrgenommen….

  2. Hi Christian. Vielen Dank für deinen Dank und deine Gedanken. Gerne möchte ich meine Ideen dazu teilen.

    Punkt Sportschau: das wäre schon ganz großes Kino. Leider ist selbst der Futsal auf UEFA-Cup Niveau nicht vor der Endrunde dort zu platzieren. Wenn Du die Ausschnitte aus Zypern von NAFI gesehen, kannst Du dir vorstellen, warum die Programmverantwortlichen die kostbare Sendezeit noch nicht opfern: keine Zuschauer. Es muss immer bedacht werden: Ressourcen (Geld, Sendezeiten, Hallenzeiten) sind oft vollständig verteilt. D.h. wenn Ressourcen für Futsal frei werden sollen, dann muss dies auf Kosten von anderen Sportarten geschehen. Die Hürde für den Futsal ist als die Aufmerksamkeit der nächst wichtigen Sportart oder Liga. Bei der Sportschau vielleicht A-Junioren- oder Damen-Fußball-Bundesliga, Leichtathletik-Weltmeisterschaften etc.. Die gesellschaftliche Bedeutung dieser Sportarten ist jedoch bei weitem nicht in den nächsten 5 Jahren für den Futsal-Sport erreichbar. Daher halten sich die Programmverantwortlichen zurück. Medienaufmerksamkeit geschieht oft in den Nischen wie die WDR-Lokal-Beiträge. Oft sind diese jedoch schlecht recherchiert (grausam denke ich an „Futbol Salsa“ und falsche Spielernamen zurück). Aber dies ist dem Stellenwert auch entsprechend. Mit der Zeit wird die Aufmerksamkeit steigen.

    Thema Altherren-Meisterschaften. Diese sind einfach unglaublich beliebt. Die Zuschauer wollen eventuell gar nicht primär Hallenfussball sehen, sondern die Alt-Stars. An diesem Punkt geistert mir schon länger eine Möglichkeit im Kopf herum (vielleicht bald mit einem Beitrag :). Wenn es Enthusiasten schaffen würden, eine Auswahl von ehemalige Bundesligaspieler mit Futsal-Erfahrung (Brasilianer, Kroaten, Portugiesen, Italiener) für ein Alt/All-Star-Futsal-Event zu begeistern, dann wäre sicherlich auch Sport 1 im Boot. Diese könnte eine Chance sein und hat in Frankreich gewirkt. Das wäre ein hoffnungsvolles Projekt.

  3. Da fehlt natürlich ein „geistert mir auch schon länger die Möglichkeit im Kopf herum“ 😉

  4. Dank dir für die Antwort! Hatte tatsächlich die ersten 5-10 Minuten von NAFIs erstem Spiel gesehen und war dann auch erschreckt, dass sich so gar kein Zuschauer dahin verirrt hat. Kann natürlich auch an Uhrzeit, Teams und einem vielleicht allgemein geringen Futsal Interesse in Zypern liegen. Das kann ich nicht beurteilen, aber UEFA Cup wirklich auch mangels dt. Beteiligung in der ENdrunde ungeeignet.

    Für den DFB Futsal Cup und hier zumindest das Finale sieht das aber vielleicht anders aus, da (nationale) Relevanz, Publikum (zumindest die letzten Jahre) und Reiz des Besonderen gegeben wären. Anfang April scheint mir auch terminlich zu passen, da meines Wissens es dann keine speziellen Konkurrenz Veranstaltungen (Leichtathletik WM/EM, Olympia, Wintersport etc.) zumindest neben den normalen Spieltagen von Fußball, Eishockey, Handball gibt. Die sind natürlich Konkurrenz genug, aber eben auch keine (inoffizielle) Deutsche Meisterschaft und Standard. Zumindest hier könnte der DFB den Futsal Cup als Produkt entdecken und vermarkten. Ein 5 Minuten Beitrag bei stimmenden Rahmenbedingungen (wie etwa das ohnehin speziell gelegte Spielfeld letztes Jahr + professionelles Bildmaterial etc.) schätze ich als möglich ein. Die regionalen Ligen hingegen sind da natürlich alles andere als attraktiv.

    Schade, ist dass es nur wenige etablierte Fußballvereine mit Futsal Abteilung gibt. Große Namen und ganz allgemein Stars ziehen auch immer. Ein Finale St. Pauli gegen Hertha BSC würde wohl anders wirken als NAFI gegen Holzpfosten. Das klingt halt leider schon nach Amateursport.

    1. Hi Chris. Auch das zweite Spiel von NAFI war nur zu 0,5% ausgelastet – wirklich schade. Hinsichtlich der günstigen Zeit im April hast du vollkommen recht. Jetzt benötigt es noch Unterstützer auf höherer Ebene die eben fehlen. Aber da könnte man durchaus mal eine Aktion starten 🙂 Aber mehr als 1min wird kaum drin sein, vielleicht sogar nur 15sec Ausschnitt nach dem Motto „Auch außerhalb des Winters wird Fußball in der Halle gekickt, wie hier beim Endspiel um die deutsche Meisterschaft zwischen xxx und yyy; hier das entscheidende Tor“ (Ende) 😉 Aber besser als nichts.

      Bezüglich letzteren Punktes bin ich ebenfalls ganz bei Dir: wir brauchen die großen Vereine. Ähnlich dem Basketball oder Frauenfußball, werden die wohl aber erst nach einigen Jahren aufspringen. Eintracht Frankfurt musste ja sogar zurückziehen. Aber diese Vereine wären elementar, jedoch wollen diese ähnlich dem DFB kein Verlust an Reputation, weshalb hier noch Zurückhaltung besteht, eventuell bis der Sport bereits professionell ist (siehe Damen-Fußball).

  5. Die Vorschläge unter Punkt 8 finde ich gut. Vor einer Nationalmannschaft sollte ein flächendeckender Spielbetrieb wie in NRW etabliert sein. Eine Bundesliga mit drei Staffeln wie im A-Junioren-Fussball (NRW, Nord/Nordost, Süd/Südwest/Hessen) sollte das nächste Ziel sein. Sicherlich ist das teuer, aber der DFB ist vermögend genug, jeden Frauenbundesligisten mit 180k€ pro Saison zu subventionieren, da sollte für Futsal auch noch was übrig sein.
    Die NOFV-Regionalliga scheint jedenfalls am sportlichen Gefälle zu scheitern. Wer will sich schon 1:47 abschiessen lassen?

    1. Hi Tom. Danke für deine Anmerkungen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Regionalligen Nord-Ost und die neue Bayern-Liga nicht schon zu früh kommen. Die Liga wird große Leistungsgefälle haben (siehe aktuell Nord-Ost-Regionalliga) was zum Austritt und möglicherweisen Rückzug der Liga führt. Einmal gescheitert, ist ein weiterer Versuch für die nächsten Jahren blockiert – es wird immer heißen „es hat schon einmal nicht funktioniert“. Daher sollten derartig, großflächige Ligen noch nicht zum Alltag zählen – die Breite in allen Verbänden ist wichtiger als Tiefe in 3-4 Regionen.

      Der DFB gehört mit Sicherheit zu den finanzstärksten Sportverbänden Europas. Frauenbundesliga wird aber vor allem wegen des Integrations- und Gleichstellungscharakters gefördert. Außerdem existiert dort Spielbetrieb seit mehr als 30 Jahren. Bis einzelne Futsalvereine mit 180.000€ subventioniert werden, dauert es womöglich noch 10 Jahre. Mit der Finanzierung des DFB-Futsal-Cup-Finales, den UEFA-Futsal-CUP-Unkosten und dem Länderturnier, gibt der Verband schon einiges aus. Wichtiger wären eben indirekte Hilfen wie in Punkt 8 geschildert.

  6. futsalcheker · · Antwort

    Hi Leute verfolge die Themen schon seit einiger Zeit und finde einiges interessant .
    Thema Regionalligen z.B
    Was die Organisation der Ligen angeht bin ich der Meinung sollten die Regional eben auf DFB Ebene gesteuert werden.Warum ?
    Hier sehen ich genug Manpower und die Unifizierung in den Arbeitsprozessen die erforderlich sind, nicht jeder Regioverb.hat die gleichen Möglichkeiten und Finanzkraft.Es könnte auch auf Kooperations Basis gehen…stellt sich die Frage wie im Detail.
    Warum sollte man so etwas in Erwägung ziehen ?
    so schaft man in Zukunft die Basis für gleiche Strukturen diese wären dann auch für eine Bundes Liga Ausgangsbasis zu gegebenem Zeitpunkt.
    Denke das der nächste Schritt der sein sollte den Futsal auf Regionalebene flächendeckend zu etablieren wenn auch der ein oder andere Landesverb. keine Liga hat.
    Thema Eigener Futsalverb.
    Davon kann ich nur warnen da hier Szenarien entstehen können die der Entwicklung in dieser Phase nur schaden können siehe z.B. Belgien oder wie bereits erwähnt Spanien.
    Denkbar wäre jedoch ein Verband nach dem Motto intern=extern unter einem Dach d.h Futsal in Deutschland von Futsalern für Futsaler natürlich sind Personen erforderlich die keine Vereinspolitik betreiben.
    Hier wäre das Netzwerk des DFB ein Instrument und zu gleich das wissen um die Problematik an der Basis das Erfolgsrezept ….und die paar €€ Finanzierung dafür wären eine Portokasse Angelegenheit….. für den Größten Fußballverb. der Welt.

    P.s Deutschland ist ein schlafender Futsal Riese, nur wie erwecken ?

    Meines Erachtens nach nur über Öffentlichkeit`s Präsenz.

    1. Hi Futsalchecker,

      danke für deine umfangreichen Gedanken. Wie genau meinst Du das mit „regional eben auf DFB Ebene gesteuert werden“? Wenn Du meinst, dass der DFB eine zentrale Organisation der Regionalligen durchführt, widerspricht dies eventuell den DFB Statuten. Es wäre jedoch möglich dies durch regionale Dachverbände (WFLV, NFV..) zu realisieren. Außerdem hat der DFB nicht so viele „Spezialressourcen“ – da müsste sicherlich eine neue Stelle geschaffen werden, welche min. 40.000€/Jahr kostet. Klar wäre dieser Fall optimal, aber wohl innerhalb des DFB-Systems nicht möglich. Außerdem ist auch die Zeit für Regionalligen noch nicht da – siehe Stärkenungleichheit in der NOFV-Regionalliga. Erst muss es einen vernünftigen Unterbau mit jeweiligen Verbandsligen geben. Es wird interessant, wie sich die Regionalliga Bayern schlägt.

      Was genau ist in Belgien passiert?

      1. futsalcheker · ·

        Hi Mister Futsal ,

        lass uns doch einfach telefonieren ist zu viel zum Schreiben hätte gerade auch Zeit.Du vielleicht auch?

        01772755786.

        Gruß

      2. Hi,

        bist Du beim Ländervergleichsturnier?

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