Mister Futsal fragt … Henrique Mota

MF. Auch ohne Millionenablöse durfte der UFC Münster den wohl größten Transfercoup 2014 feiern. Hernrique Mota wechselte nach vielen erfolgreichen Jahren bei Bayer Uerdingen zum UFC. Grund genug, den gebürtigen Brasilianer, der einer der größten Antreiber der Futsals in Deutschland ist, zum Interview zu bitten. Die Gründe zum Wechsel und viele weitere interessante Aussagen findet ihr hier, bei „Mister Futsal fragt … Henrique Mota“!

Steckbrief Mota

Mister Futsal: Hallo Henrique, vielen Dank, dass du dir für Mister Futsal Zeit nimmst. Wir teilen eine große Leidenschaft, den Futsal. Wie bist du eigentlich zum Futsal gekommen?

Henrique Mota: Hallo Mister Futsal! Liebend gerne beantworte ich eure Fragen. Wenn man in Brasilien aufwächst, kommt man nicht um Futsal herun. Dort gehört es zur Fußballausbildung jedes Profifußballers und auch bei mir war es nicht anders. Mittlerweile spiele ich Futsal im Verien seit 20 Jahren und bin sehr froh dieser Fußballvariante treu geblieben zu sein!

MF: Die Frage nach dem „wo spielst du aktuell“ ist bei dir wohl eher weniger angebracht. Du bist gerade erst zu Münster gewechselt, wie kam es dazu?

HM:Schon damals, als ich nach Deutschland kam und Futsal spielen wollte, bin ich auf den UFC Münster und den damaligen Strandkaiser gekommen. Ich entschied mich für Krefeld, doch mein Respekt und Begeisterung für Münster war immer vorhanden. Nun nach fünf Jahre Krefeld, fühlte ich, dass die Zeit gekommen war, um was neues zu probieren. Ich wusste, dass der UFC mich mit offenen Armen empfangen würde!

MF: Wir wünschen dir viel Erfolg in Münster! Was sind deine Ziele beim Futsal? Sowohl deine persönlichen Ziele, als auch mit deiner Mannschaft?

HM: Ich trenne meine persönliche von den mannschaftlichen Zielen nicht, denn ich spiele dort, wo es man dieselbe Richtung gehen will! Ich wünsche mir mit Uerdingen einen Titel zu gewinnen, nämlich den WFLV-Pokal.* Ein Verein, wie UFC Münster, will immer die größten Nationalwettbewerben gewinnen und das ist unser Ziel!

*Das Interview wurde vor einigen Wochen aufgenommen. Henrique hat sein Zeitl erreicht und den WFLV Pokal im Finale gegen Siegen mit 6-1 gewonnen.

MF: 4-0, 3-1 oder 2-2? Wie wichtig ist die Taktik für dich persönlich?

HM: Schwer. Taktik ist in Futsal das Wichtigste! Man sieht immer wieder die riesigen Unterschiede, wenn man den deutschen Futsal mit den Nachbarländern vergleicht. Doch sich für ein Spielsystem zu entscheiden ist nicht leicht, ich bin der Meinung, man soll im besten Fall alle trainieren und können und abhängig vom Gegner die Taktik einsetzen, die am besten zum Sieg führt.

MF: Welche ist deine typische Futsaltechnik?

HM: Ich wähle nicht aus! Nach so vielen Jahren Futsal lernt man irgendwann einfach so zu spielen, wie es kommt und wie es gehen muss um die Tore zu erzielen bzw. Gegentore zu vermeiden. Alles soll umgesetzt werden! Ob es mit Sohle, Pike oder Schienbein!

MF: Verfolgst du auch internationalen Futsal?

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Henrique beim Landesauswahlturnier in Duisburg als FVN-Spieler. Nächste Saison wird er für den FVM antreten.

HM: Ich habe selber viel Kontakt mit Spielern, Trainern und Vereinen aus dem Ausland und versuche diese auch zu verfolgen. So durfte ich auch letztes Jahr schon zwei Wochen in Italien mittrainieren, was sich dieses Jahr in ähnlicher Form wiederholen wird. Dieser Austausch ist sehr wichtig und lernreich! Aber natürlich verfolge ich am liebsten und nähesten die Liga aus der Heimat Brasilien!

MF: Welchen Futsalschuh trägst du?

HM: Meine Teamkollegen lachen mich ständig über meine Schuhauswahl aus! Ich bin da nicht wählerisch, was in den Fuß passt, wird angezogen! Aber auch hier am liebsten brasilianische Marken, die sind meiner Meinung nach immer noch besser als die großen europäischen Namen!

MF: Wo wir gerade bei europäischen Namen sind. Was muss sich deiner Meinung nach in Deutschland ereignen, damit der Futsal sich vorwärts kommt?

HM: Ich denke, mit dem Landesauswahlturnier in Duisburg wurde schon ein Zeichen gesetzt. Die zunehmende Zahl an Futsalvereinen und –interessenten ist in meinen Augen der Schritt um die Aufmerksamkeit der Verbände zu erzielen und damit deren Unterstützung für die Ligen und die möglichen Grüdung einer Nationalauswahl.

MF: Wie gehst du als eingefleischter Futsaler mit den Vorurteilen gegen den Futsal in Deutschland um? Stört es dich?

HM: Mittlerweile stört es mich nicht mehr. Früher sagte man, ich spiele Futsal und die Leute guckten, als wärest du ein Alien. Inzwischen wissen sie, was es ist und viele interessieren sich für und kommen gerne zum Spiel zuschauen! Natürlich könnte die Futsalentwicklung etwas schneller verlaufen aber die Hauptsache ist, dass man sich in die richtige Richtung bewegt und das tun wir!

MF: Die Richtung stimmt, aber wie stehen die Chancen für die nächsten Jahre?

HM: Sobald Deutschland unbegrenzt an den Sport glaubt und diesen unterstützt, wird Futsal hier eine große Sportart. Deutschland ist bekannt dafür, dass es alles richtig und gut macht, ich bin davon überzeugt, es ist eine Frage der Zeit. Die Voraussetzung sind da, gute Spieler, interessierte Vereine, offene Verbände. Wenn man nun an der Bekanntschaft des Sports dreht, kommen wir dorthin, wo wir alle träumen!

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Einzigartig, die Nummer 5! Henrique!

MF: Und was tust du speziell, um den Futsal bekannter zu machen?

HM: Ich versuchte in all den Jahren immer neue Leute zum Spiel mitzubringen um ihnen diese Variante des Hallenfußballs zu zeigen! Es sind mittlerweile viele, die dadurch Futsal kennengelernt haben. Ich muss auch sagen, es ist noch keiner dabei gewesen, der nicht ein zweites, drittes, viertes Mal begeistert zum Spiel wieder kam. Wie auch, was spannenderes kann man nicht bekommen!

MF: Dann darfst du nun deine Überzeugungskraft nochmal ausspielen: Du erhältst morgen einen Termin beim DFB-Präsidenten Niersbach. Was würdest du dir für den deutschen Futsal wünschen?

HM: Ein offenes Ohr! Futsal braucht nicht Argumente. Wer sich das anhört, wer sich das anschaut, der begeistert sich von allein dafür. Sobald wir die Aufmerksamkeit des Publikums, aller Verbände und die volle Aufmerksamkeit vom DFB erreichen, kann nichts mehr den Futsal stoppen!

MF: Vielen Dank, Henrique und viel Erfolg für die neue Saison bei deinem neuem Verein!

 

Wir möchten uns hiermit auch bei den Lesern bedanken. „Mister Futsal fragt … “ wird nun in eine kleine Sommerpause gehen, um anschließend mit neuen Interviewpartnern zurückzukehren. Ihr habt Ideen, Vorschläge oder kennt wichtige Futsalpersönlichkeiten? Ihr möchtet Fragen stellen? Wir freuen uns über jede Idee per Mail oder Kommentar!

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